Lachnummer SPD
Die SPD verkommt nach und nach zur bundespolitischen Lachnummer. Letzten Montag stärkte der Parteivorstand Kurt Beck noch den Rücken für seine bemerkenswerte 180°-Drehung in Richtung der Linken (allein Garrelt Duin, SPD-Chef in Niedersachsen, mochte nicht so recht), nun, eine Woche später, zeigt sich ein vollkommen anderes Bild: Einige Genossen, allen voran Finanzminister Steinbrück, wollen nichts mehr von einer Zusammenarbeit mit den Linken wissen. Das sei falsch. Dumm nur, dass auch Steinbrück letzten Montag den Arm hob. Da hatte er wohl nicht richtig hingehört, als das Thema der Abstimmung genannt wurde — so ein Pech!
Pikant: Cheffe Kurt liegt momentan mit Vogelgrippe Virusgrippe im Bett und kann die Abtrünnigen nicht zurückpfeifen. Da macht jetzt jeder was er will. Und auch die Wähler strafen den kranken Parteichef ab. Beck als Kanzlerkandidat der SPD im nächsten Jahr? Nö, lieber den Steinmeier! Der arme Beck, man könnte fast Mitleid mit ihm haben.
Die SPD vor einer Zerreißprobe? Die Sächsiche Zeitung malt schonmal den Teufel an die Wand, erinnert an alte Zeiten, an die Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED. Was in der DDR erzwungen wurde, könnte sich in der BRD mit SPD und den Linken bald wiederholen — auf freiwilliger Basis natürlich. Was für ein Albtraum! Wenn ich schon daran denke, wird mir schlecht.